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Nach Anlass

Geschenkkorb selbst packen

Für denselben Inhalt zahlen Sie beim fertigen Korb oft das Doppelte. Was Sie brauchen, in welcher Reihenfolge es hineinkommt und was es tatsächlich kostet.

Warum sich das rechnet

Ein fertiger Präsentkorb kostet meist das Doppelte dessen, was sein Inhalt im Einzelverkauf kostet. Der Aufschlag deckt Zusammenstellung, Verpackung, Lagerung und Versandvorbereitung, und das ist legitim. Wenn Sie ohnehin einkaufen gehen, zahlen Sie ihn aber ohne Gegenleistung.

Der zweite Grund ist wichtiger: Sie bestimmen den Inhalt. Fertige Körbe sind auf den Durchschnitt zugeschnitten, und in fast jedem liegt etwas, das der Beschenkte nicht mag oder nicht verträgt. Wer selbst packt, kann das ausschließen.

Was Sie brauchen

  • Das GefäßWeidenkorb, Holzkiste oder fester Karton, je nach Größe 8 bis 25 Euro
  • Die FüllungHolzwolle, etwa 3 bis 5 Euro. Sie hält die Teile in Position
  • Der InhaltFünf bis neun Teile, eines davon darf teuer sein
  • Der AbschlussBaumwollband und eine Karte, zusammen unter 5 Euro

Das Gefäß

Ein Weidenkorb ist die naheliegende Wahl, aber nicht die einzige. Eine Holzkiste ist stabiler, stapelt sich beim Versand besser und lässt sich danach weiterverwenden. Ein fester Karton mit Papier ausgeschlagen kostet fast nichts und ist beim Verschicken ohnehin die bessere Lösung, weil der Weidenkorb im Paket nur zusätzlichen Platz frisst.

Wählen Sie das Gefäß nach dem Inhalt und nicht umgekehrt. Ein zu großer Korb, in dem drei Gläser herumkullern, wirkt ärmer als ein kleiner, der gut gefüllt ist.

Die Füllung

Holzwolle ist das Material der Wahl: Sie ist leicht, federt, hält die Teile an ihrem Platz und sieht nach etwas aus. Papierschnipsel rutschen und geben nach, Stroh staubt und Luftpolsterfolie sieht nach Umzugskarton aus. Rechnen Sie mit einer Handvoll pro Zwischenraum, nicht mehr.

Wie viele Teile hineingehören

Fünf bis neun. Darunter wirkt der Korb dünn, darüber unübersichtlich. Wichtiger als die Zahl ist die Mischung: etwas Herzhaftes, etwas Süßes, etwas zu trinken, und wenn es passt, ein Stück, das nicht gegessen wird, also eine Seife, ein Becher, ein Holzlöffel.

Die Faustregel, die sich bewährt hat: Ein Stück darf deutlich teurer sein als der Rest. Eine gute Flasche, ein Stück Schinken vom Erzeuger, eine Tafel Schokolade aus einer Manufaktur. Dieses Stück trägt den Korb, alles andere begleitet. Neun gleich teure Kleinigkeiten wirken beliebig.

Was Sie weglassen sollten

  • Alles, was kühl stehen muss, wenn der Korb verschickt wird oder länger als einen Tag steht
  • Alkohol, wenn Sie nicht sicher wissen, dass getrunken wird
  • Frisches Obst in einem Korb, der nicht am selben Tag ankommt
  • Zu viel Süßes, weil ein reiner Süßkorb erfahrungsgemäß halb stehen bleibt

Die Reihenfolge beim Packen

Das ist der Teil, an dem die meisten selbst gepackten Körbe scheitern, und er ist einfach:

  1. Boden auslegen. Eine dicke Lage Holzwolle, etwa ein Drittel der Korbhöhe.
  2. Schwer und flach nach unten. Gläser, Flaschen liegend oder stehend, Brettchen, Dosen.
  3. Zwischenräume füllen. Holzwolle in jede Lücke, bis nichts mehr wackelt. Der Korb soll sich anheben lassen, ohne dass sich etwas bewegt.
  4. Leichtes und Hübsches nach oben. Gebäck, Tüten, Schokolade, die Seife. Was man zuerst sieht, kommt zuletzt.
  5. Höhe staffeln. Hohes nach hinten, Flaches nach vorn. So sieht man beim Draufschauen alles.
  6. Karte obenauf. Nicht darunter, sonst wird sie übersehen.

Die Wackelprobe

Heben Sie den fertigen Korb an und neigen Sie ihn leicht. Bewegt sich etwas, fehlt Füllung. Das dauert zwei Minuten und entscheidet darüber, ob der Korb beim Empfänger noch so aussieht wie beim Packen.

Drei Beispiele, durchgerechnet

Der kleine Korb, etwa 25 Euro

Fester Karton oder kleiner Korb (8 Euro), Holzwolle (3), ein Glas Aufstrich (4), eine Dauerwurst (5), eine Tafel Schokolade aus einer Manufaktur (4), eine Packung Kekse (2). Sechs Teile, gut gefüllt, versandfähig. Das ist die Größe für Kollegen, Nachbarn und alle Anlässe, bei denen es freundlich, aber nicht groß sein soll.

Der mittlere Korb, etwa 45 Euro

Weidenkorb (14 Euro), Holzwolle (4), eine Flasche Wein oder Gin (12), Schinken oder Wurst vom Erzeuger (8), ein Glas Senf oder Aufstrich (4), Schokolade (4), eine Seife (5). Sieben Teile mit einem klaren Mittelpunkt. Das ist die Größe, die für die meisten Anlässe passt, von Einzug bis Dankeschön.

Der große Korb, etwa 80 Euro

Holzkiste (22 Euro), Holzwolle (5), eine gute Flasche (25), Schinken am Stück (12), zwei Gläser (8), Gebäck (5), ein Pflegeprodukt oder ein Becher (10). Acht bis neun Teile. Hier trägt die Flasche, und die Kiste bleibt danach in Gebrauch. Für Hochzeit, Jubiläum und alles, was zählt.

Wenn der Korb verschickt wird

Dann ändert sich einiges. Der Weidenkorb wandert in einen Umkarton und braucht ringsum Polster. Jede Flasche wird einzeln eingewickelt, nicht nur mit Holzwolle umgeben. Glas gegen Glas ist die häufigste Bruchursache, und eine ausgelaufene Flasche ruiniert den restlichen Inhalt zuverlässig mit.

Zweitens die Temperatur: Zwischen Mai und September wird es in Lieferwagen und Verteilzentren deutlich wärmer als draußen. Schokolade schmilzt, Weichkäse schwitzt, Wein leidet. Im Winter ist Frost das Gegenstück, vor allem für Flaschen.

Drittens die Laufzeit. Rechnen Sie damit, dass das Paket zwei bis drei Tage unterwegs ist, und packen Sie nichts ein, das in dieser Zeit verdirbt. Ein Hinweis auf der Karte, was zuerst in den Kühlschrank gehört, kostet nichts und hilft.

Was das Ganze nicht braucht

Zellophan. Die durchsichtige Folie mit Schleife obendrauf ist das Kennzeichen des gekauften Korbs und hat genau einen praktischen Nutzen, nämlich dass nichts herausfällt. Beim persönlich übergebenen Korb brauchen Sie sie nicht, beim verschickten schützt der Umkarton besser. Ein Baumwollband um den Korb tut es, und es sieht nach Handarbeit aus, was es ja auch ist.

Geschenkpapier im Korb. Einzeln eingewickelte Teile sehen auf dem Foto gut aus und sind beim Auspacken lästig. Lassen Sie es, wenn nicht ein Stück eine Überraschung sein soll.

Häufige Fragen

Wie viele Sachen gehören in einen Geschenkkorb?

Fünf bis neun Teile. Darunter wirkt er dünn, darüber unübersichtlich. Wichtiger ist die Mischung aus Herzhaftem, Süßem und etwas zu trinken.

Was kostet ein selbst gepackter Geschenkkorb?

Ein kleiner Korb liegt bei etwa 25 Euro, ein mittlerer bei 45, ein großer bei 80. Korb und Füllung machen davon zusammen etwa 12 bis 27 Euro aus.

Womit fülle ich einen Geschenkkorb aus?

Mit Holzwolle. Sie federt, hält die Teile in Position und sieht nach etwas aus. Papierschnipsel rutschen, Stroh staubt.

In welcher Reihenfolge packt man einen Geschenkkorb?

Boden auslegen, Schweres und Flaches nach unten, Zwischenräume füllen, Leichtes nach oben, Höhe von hinten nach vorn staffeln, Karte obenauf.

Braucht ein Geschenkkorb Folie?

Nein. Bei persönlicher Übergabe reicht ein Band, beim Versand schützt der Umkarton besser als Zellophan.

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